Antuckern 2015 Oberwasser Schleuse Lauffen

 
Am 01.Mai 2015 um 10.30Uhr verließen bei beeindruckend vielfältigen Grautönen und leichtem Nieselregen sieben WMBC-Steganliegeboote den Hafen im Lauerweg. Mit dabei waren Müllers mit SCHELLE-BELLE, Küblers mit LUMME, Erdts mit SINJA, Hammanns mit AURYN, Bornscheins mit JENNY, Illenseers mit ECLYPSE und natürlich allen voraus unser neuer Tourenleiter Rolf Fricke samt zahlreicher Crewmitglieder mit W´OOGE. So gings gemütlich flußaufwärts durch die Horkheimer und Lauffener Schleuse.
Es fand jeder ein Plätzchen in der Kammer, einzig der LUMME wollte kein Poller gefallen und so machten Küblers in Horkheim  an der SINJA fest. Wie stets hatten die vorneliegnden Brummies reichlich zu tun, um die einströmenden Wassermassen im Zaum zu halten und den Dahinterliegenden eine halbwegs angenehme Schleusung zu ermöglichen. In der Lauffener Schleuse war irgendwie auch keine passende Anlegemöglichkeit und so machte die LUMME dieses Mal bei Müllers fest. Schon beinahe im Oberwasser angekommen war die Sogwirkung wohl doch noch unerwartet stark und Heike als erprobte Schleusenmaus hatte plötzlich keinen Poller mehr an ihrer Leine. Andy flog im wahrsten Sinne des Wortes an den Steuerstand, um zu retten, was zu retten war und Thomas rannte an der Mauer entlang, um die SCHELLE-BELLE samt LUMME als Beiboot wieder einzufangen, was Gott sei Dank auch gelang. Der Zeltaufbau der eingespielten Bootsmänner verlief ohne besondere Vorkommnisse unter den sektbeseelten Blicken der Bootsfrauen, die allesamt bei Heike saßen und fröhlich kommentierten. Inzwischen gesellten sich mit etwas Verspätung Schaals mit JAN RASMUS dazu. Da nun Zelt und Grill und Bänke und alles aufgebaut war, stellte sich spontan der Hunger ein. Einziges Manko: es waren so viele wunderbare, leckere Salate, Zutaten und Beigaben, daß zwei komplette Biertische nicht ausgereicht haben, um alle Schüsseln, Teller, Bottiche, Platten, Bleche, Schälchen, Tiegel, Terrinen, Näpfe und sonstige Behältnisse aufzustellen. Das obligatorische, aber stets beliebte  „Antucker-Bierfass“ wurde in diesem Jahr gespendet von der W´OOGE. Vielen Dank hierfür. Natürlich waren nach dem Essen Scherz und Spielerei angesagt.
Und was sich hierbei alles für Turnierdramen abgespielt haben..... Für die erste Runde hatten sich Tanja Fricke, Thea und Heike als Frauenmannschaft gemeldet, um gegen Holger, Christian und Hans anzutreten. Unter vielen Anfeuerungrufen und Begeisterungsstürmen entschied schließlich unser Tinki-Winki Thea für die Damen das Spiel . Im nächsten Spiel maßen sich Gabi, Constanze und Frauke mit Thorben, Thomas und Uwe, und damit die Herren der Schöpfung nicht gar so frustriert waren, ließ frau sie dieses Mal gewinnen. Zwischendurch wurde unter großem HALLO der „Pechvogel-Pokal“ an die Fam. Illenseer übergeben. Über den späteren Abend und die Nacht legen wir wie immer den Deckmantel des Schweigens. Am kommenden Morgen gab´s DIE Überraschung schlechthin. Da waren Brötchen gebracht worden... nicht vom Haus- und Hofbäcker, der aus technischen Gründen vorher schon absagte. NEIN, unser Heinzelmännchen Klaus kam auf der Fahrt zur Arbeit kurz vorbei und legte zwei Pakete frische Brötchen ab. Vielen Dank, das war ne Superidee.
Am Samstag nachmittag kam die arbeitende Bevölkerung der AURYN zurück und alle waren bereit zur Heimfahrt. Rolf meldete der Schleuse den WMBC und danach dem WMBC die Nichtschleusung wegen Hochwasser...
Aber der WMBC ist ja spontan und so stellte dies kein großes Problem dar. Molls, die eigens zum Flaggenhissen nach Heilbronn gekommen sind, wurden kurzerhand nach Lauffen umgeleitet und wie aus dem Nichts erschien noch Harald und gesellte sich zu uns. Am Abend wurde im Dächle von Lauffen das Nebenzimmer in Beschlag genommen und es wurde eine richtig fröhliche Runde. Am Sonntag früh um acht war der Neckar für die Schiffahrt wieder freigegeben und los gings ab nach Hause. Jedoch – oh Schreck – so hoch das Wasser an sich noch stand, so niedrig war der Wasserstand im Hafen und der Begriff „Sandläufer“ bekam bei vielen spontan eine völlig neue Bedeutung.
Sehen wir es positiv: das Gekräusele am Unterschiff ist mal wieder entfernt...
Was war das für ein Saisonstart : Hochwasser, Niedrigwasser, Dauerregen, Sonnenschein, Bootsfahrer auf Wanderschaft und Wanderer, die Boote bewohnen.
Es bleibt noch, Danke zu sagen an alle edlen Spender, an Helferleine und Vordächlebauer, an Retter der Notdurft, Autozubringer und Mitfahrgelegenheitssteller, an Strichlistenführer und Packeselkahnablader.
Es hat sich wie immer gelohnt, dabeigewesen zu sein.
Constanze Hammann


Adventskaffee 2014


ein richtig volles Haus gabs beim traditionellen Adventskaffee des Württemb. Motorbootclub Heilbronn. Mit den Gästen der Marinekameradschaft und des Wassersportvereins Osthafen genossen die WMBC-Mitglieder in fröhlicher Runde frischen Kaffee und leckere selbstgebackene Plätzchen, die zuvor von fleißigen Händen der WMBC-Frauen in der Backstube zubereitet wurden.
Erwartungsgemäß erschien der Nikolaus, der eine lustige Geschichte über Christbäume und deren Herkunft zum Besten gab und damit oftmals die Lacher auf seiner Seite hatte. Nach unterhaltsamen Gespächen verabschiedeten sich gegen Abend die Gäste mit besten Wünschen zum anstehenden Weihnachtsfest und dem kommenden Jahreswechsel.
Danke an dieser Stelle an Gabi Grüdl, Gabi Bornschein, Thea Schmerer und Heike Müller, die bereits eine Woche zuvor ihren heiligen Sonntagnachmittag opferten, um Ausstecherle auszustechen, Makronen zu tauchen, Spritzerle zu kringeln, Haselnüsse aufzupfriemeln, Nonpareilles zu verkrümeln, Lebkuchen anzupinseln, Butter-S-le zu legen, Nußschäumle aufzuspritzen und alles abzubacken. Selbst der Ofenhüter war fit und hat nur ein einziges Blech Lebkuchen ankokeln lassen. Hinterher wurde natürlich alles auf Herz und Nieren bzw. auf Optik und Geschmack getestet. Über das sehenswerte Ergebnis wurde dann bei Schwarzwälder Kirschtorte und Sekt bis in den Abend hinein gefachsimpelt.

Constanze Hammann

 

 

 

 

 

Wir wünschen all unseren Mitgliedern, Freunde und Gönner vom WMBC Heilbronn e.V. ein friedvolles neues Jahr 2015

 

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Abtuckern 2014   

 

Unser Tourenleiter versprach uns eine tolle Ausfahrt und so starteten wir bei entsprechend sonnigem Wetter pünktlich um 11.00 Uhr am Feiertagvormittag in Richtung Schleuse Gundelsheim Oberwasser.
Mit dabei waren Fam.Müller mit SCHELLE-BELLE, Fam.Bornschein mit JENNY, Fam.Zurek mit PEGASUS, Fam.Schmidt mit MIMI , Fam.Fricke mit W´OOGE, Fam.Schmerer mit CYGNUS, Fam.Hammann mit AURYN, Fam.Grüdl mit TEQUILA SUNRISE, Fam.Schaal mit JAN RASMUS und Holger und Jannik Erdt und Martin Illenseer mit SINJA.


Gemütlich und recht beschaulich ging´s durch die Schleuse Heilbronn und die Schleuse Kochendorf. Nach der Ausfahrt aus Kochendorf gab es wohl plötzlich bei dem ein oder anderen den Drang, den Motor und die Pleuel durch Erhöhen der Drehzahl zu „reinigen“. Der darauffolgende Anblick war sehr spektakulär und  Leidtragende war in diesem Fall die Crew der MIMI. Durch die Verkettung unglücklicher Umstände verursacht von einer Welle von backbord achtern flog Patrizia mitsamt der kompletten Einrichtung und Bordausrüstung der MIMI hart in eine Ecke. Noch beim Aufrappeln kam die Gegenwelle und warf das gesamte Knäuel als wildes Durcheinander in den entgegengesetzten Winkel. Das sah schon aus der Ferne sehr schmerzhaft aus und tatsächlich musste Patrizia geschwind für eine kleine Näh-OP ins Krankenhaus. Gott sei Dank konnte sie später wieder mit dabei sein.

Nach dieser eindrucksvollen Einlage setzte der Konvoi seine Fahrt fort, um nur kurze Zeit später wieder ins Stocken zu geraten. Grüdls hatten beschlossen, ein bereits im Vorjahr praktiziertes und offenbar liebgewonnenes Hobby wieder aufzugreifen und Sachen aus dem Fluss zu holen, von denen jeder weiß, dass sie drin sind und jeder hofft, ihnen niemals zu begegnen. In diesem Jahr bekamen Redensarten wie „da hat einer zwei linke Hände“ oder „ab und zu sollte man drei Hände haben“ ganz spontan eine völlig neue Bedeutung.

Nachdem schließlich die Kripo und auch der Bestatter endlich mit ihrer Arbeit fertig waren, konnte der Ablauf wieder planmäßig weitergehen. Wir stapften also durch (Ur-)Wälder und grünes Dickicht, erklommen Mauern und überwanden Zäune, um die Burg Guttenberg zu erstürmen. Nicht einmal ein „Betreten-Verboten“-Schild konnte uns bremsen. Oben angekommen nahmen wir an einer sehr beeindruckenden Flugschau teil mit vielen bekannten und unbekannten Informationen über Aussehen, Lebensräume und Artenreichtum verschiedener Greife. 

Im Anschluss gab´s gegen 16.30Uhr in der Burgschenke eine Stärkung, die sich jeder mehr als redlich verdient hatte, denn seit dem Frühstück vor der Abfahrt am Morgen war für Labsal  keine Gelegenheit mehr. So frühzeitig wie also das Abendessen stattfand, so frühzeitig begann auch der vielgeliebte und oft genannte „Rest des Abends“, in diesem Jahr ungewohnt mit zwei „Themen Nr.1“. Der folgende Mittag begann WMBC-gemäß mit einem Antritts-Sekt und einer Weinprobe während der überaus unterhaltsamen Stadtführung durch Gundelsheim, die mit einer durchaus sehenswerten La-Ola endete. Nach einer kleinen Pause fielen wir dann im „Weinpavillon“ ein und ließen es uns im Separee so richtig gut gehen. Nicht-WMBC-ler hatten die Wahl: entweder sie machten mit oder verließen fluchtartig den Ort des Geschehens. Die, die dablieben wurden kurz aufgeklärt, welche Gemeinsamkeiten es zwischen Boots-und Gesangverein gibt und was es mit vergessenen Flaggen nach Einbruch der Dämmerung auf sich hat.

Den späten Abend ließen wir mit den von der Weinprobe überlassenen noch vollen und später leeren Weinflaschen ausklingen. Am folgenden Morgen brachte unser Haus-und Hofbäcker Thomas wie immer frische Brötchen fürs gemeinsame Frühstück, das aufgrund der doch etwas kühlen Witterung auf der AURYN stattfand, denn wenn´s drauf ankommt, können WMBC-ler zusammenrücken..... 

Nach dem Frühstück starteten wir wieder Richtung Heimathafen, um auf Höhe Bad Wimpfen über Funk zu hören, dass Kochendorf aufgrund technischer Probleme gesperrt wurde. Aber wenn Englein reisen, dann klappt alles, denn bis wir da waren, war alles wieder in Ordnung und wir konnten sowas von sportbootfreundlich zu Berg schleusen, das hat sogar für einen Schleusenmeister-Applaus gereicht. Auch in Heilbronn lief alles wie am Schnürchen und gegen 14.45 hatte schließlich der Letzte im Hafen festgemacht. Unser 2.Vorsitzender Klaus hatte schon den Sekt vorbereitet und mit schönen Rückblicken und Erinnerungen an die Saison 2014 wurde die Flagge eingeholt.

Zum Abschluss des gelungenen Wochenendes gab´s im Clubhaus bei Kaffee und Kuchen noch reichlich zu erzählen, denn wie versprochen sind Ornithologen, Pfadfinder, Archäologen, Historiker und Architekten, Phytologen, Botaniker, Önologen, Dendrologen, Potamologen, Pyromanen, Heraldiker, Geomorphologen, die Freunde der Philoxenie und der Konvivien sowie die Genießer von Nutrimenten, ja sogar die Kriminologen und Pathologen tatsächlich voll auf ihre Kosten gekommen. Alsdann bis 2015.

Text und Gestaltung Constanze Hammann, Andreas Müller


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