Abtuckern 2014   

 

Unser Tourenleiter versprach uns eine tolle Ausfahrt und so starteten wir bei entsprechend sonnigem Wetter pünktlich um 11.00 Uhr am Feiertagvormittag in Richtung Schleuse Gundelsheim Oberwasser.
Mit dabei waren Fam.Müller mit SCHELLE-BELLE, Fam.Bornschein mit JENNY, Fam.Zurek mit PEGASUS, Fam.Schmidt mit MIMI , Fam.Fricke mit W´OOGE, Fam.Schmerer mit CYGNUS, Fam.Hammann mit AURYN, Fam.Grüdl mit TEQUILA SUNRISE, Fam.Schaal mit JAN RASMUS und Holger und Jannik Erdt und Martin Illenseer mit SINJA.


Gemütlich und recht beschaulich ging´s durch die Schleuse Heilbronn und die Schleuse Kochendorf. Nach der Ausfahrt aus Kochendorf gab es wohl plötzlich bei dem ein oder anderen den Drang, den Motor und die Pleuel durch Erhöhen der Drehzahl zu „reinigen“. Der darauffolgende Anblick war sehr spektakulär und  Leidtragende war in diesem Fall die Crew der MIMI. Durch die Verkettung unglücklicher Umstände verursacht von einer Welle von backbord achtern flog Patrizia mitsamt der kompletten Einrichtung und Bordausrüstung der MIMI hart in eine Ecke. Noch beim Aufrappeln kam die Gegenwelle und warf das gesamte Knäuel als wildes Durcheinander in den entgegengesetzten Winkel. Das sah schon aus der Ferne sehr schmerzhaft aus und tatsächlich musste Patrizia geschwind für eine kleine Näh-OP ins Krankenhaus. Gott sei Dank konnte sie später wieder mit dabei sein.

Nach dieser eindrucksvollen Einlage setzte der Konvoi seine Fahrt fort, um nur kurze Zeit später wieder ins Stocken zu geraten. Grüdls hatten beschlossen, ein bereits im Vorjahr praktiziertes und offenbar liebgewonnenes Hobby wieder aufzugreifen und Sachen aus dem Fluss zu holen, von denen jeder weiß, dass sie drin sind und jeder hofft, ihnen niemals zu begegnen. In diesem Jahr bekamen Redensarten wie „da hat einer zwei linke Hände“ oder „ab und zu sollte man drei Hände haben“ ganz spontan eine völlig neue Bedeutung.

Nachdem schließlich die Kripo und auch der Bestatter endlich mit ihrer Arbeit fertig waren, konnte der Ablauf wieder planmäßig weitergehen. Wir stapften also durch (Ur-)Wälder und grünes Dickicht, erklommen Mauern und überwanden Zäune, um die Burg Guttenberg zu erstürmen. Nicht einmal ein „Betreten-Verboten“-Schild konnte uns bremsen. Oben angekommen nahmen wir an einer sehr beeindruckenden Flugschau teil mit vielen bekannten und unbekannten Informationen über Aussehen, Lebensräume und Artenreichtum verschiedener Greife. 

Im Anschluss gab´s gegen 16.30Uhr in der Burgschenke eine Stärkung, die sich jeder mehr als redlich verdient hatte, denn seit dem Frühstück vor der Abfahrt am Morgen war für Labsal  keine Gelegenheit mehr. So frühzeitig wie also das Abendessen stattfand, so frühzeitig begann auch der vielgeliebte und oft genannte „Rest des Abends“, in diesem Jahr ungewohnt mit zwei „Themen Nr.1“. Der folgende Mittag begann WMBC-gemäß mit einem Antritts-Sekt und einer Weinprobe während der überaus unterhaltsamen Stadtführung durch Gundelsheim, die mit einer durchaus sehenswerten La-Ola endete. Nach einer kleinen Pause fielen wir dann im „Weinpavillon“ ein und ließen es uns im Separee so richtig gut gehen. Nicht-WMBC-ler hatten die Wahl: entweder sie machten mit oder verließen fluchtartig den Ort des Geschehens. Die, die dablieben wurden kurz aufgeklärt, welche Gemeinsamkeiten es zwischen Boots-und Gesangverein gibt und was es mit vergessenen Flaggen nach Einbruch der Dämmerung auf sich hat.

Den späten Abend ließen wir mit den von der Weinprobe überlassenen noch vollen und später leeren Weinflaschen ausklingen. Am folgenden Morgen brachte unser Haus-und Hofbäcker Thomas wie immer frische Brötchen fürs gemeinsame Frühstück, das aufgrund der doch etwas kühlen Witterung auf der AURYN stattfand, denn wenn´s drauf ankommt, können WMBC-ler zusammenrücken..... 

Nach dem Frühstück starteten wir wieder Richtung Heimathafen, um auf Höhe Bad Wimpfen über Funk zu hören, dass Kochendorf aufgrund technischer Probleme gesperrt wurde. Aber wenn Englein reisen, dann klappt alles, denn bis wir da waren, war alles wieder in Ordnung und wir konnten sowas von sportbootfreundlich zu Berg schleusen, das hat sogar für einen Schleusenmeister-Applaus gereicht. Auch in Heilbronn lief alles wie am Schnürchen und gegen 14.45 hatte schließlich der Letzte im Hafen festgemacht. Unser 2.Vorsitzender Klaus hatte schon den Sekt vorbereitet und mit schönen Rückblicken und Erinnerungen an die Saison 2014 wurde die Flagge eingeholt.

Zum Abschluss des gelungenen Wochenendes gab´s im Clubhaus bei Kaffee und Kuchen noch reichlich zu erzählen, denn wie versprochen sind Ornithologen, Pfadfinder, Archäologen, Historiker und Architekten, Phytologen, Botaniker, Önologen, Dendrologen, Potamologen, Pyromanen, Heraldiker, Geomorphologen, die Freunde der Philoxenie und der Konvivien sowie die Genießer von Nutrimenten, ja sogar die Kriminologen und Pathologen tatsächlich voll auf ihre Kosten gekommen. Alsdann bis 2015.

Text und Gestaltung Constanze Hammann, Andreas Müller


AbtuckernAbtuckernAbtuckernAbtuckernAbtuckernAbtuckernAbtuckernAbtuckernAbtuckernAbtuckernAbtuckernAbtuckern