STERNFAHRT nach Hassmersheim 30.05. - 01.06.2013

wie jeder weiß, war das Wetter in diesem Jahr bisher doch ziemlich ungnädig.
Was haben wir uns da gefreut, als endlich pünktlich zur Sternfahrt nach Hassmersheim an Fronleichnam die Sonne hervor blitzte. So fuhren wir also los, die CYGNUS, die AURYN, die SCHELLE-BELLE, die ECLIPSE, die JENNY und  die QUINTANA, stromaufwärts zur Marinekameradschaft, wo bereits der TROLL, die LADY und MOBY DICK ungeduldig auf uns warteten. Bei sonnigem Wetter und bester Laune machten wir uns auf, die Neckarschleusen zu erobern.


Auch die Schleusenmeister waren uns durchweg wohlgesonnen und der Ansicht, dass wir stets eine Pause von mindestens 30 Minuten brauchen. Aber sind wir doch ehrlich......wir wären ja keine echten Bootsfahrer, wenn wir diese Zeit nicht optimal genutzt hätten.  Spontan wurde der„Schleusenwhiskey“ eingeführt – gesponsert von Detlef. Vielen Dank hierfür an dieser Stelle.
In Hassmersheim war nach dem gut organisierten, unproblematischen Anlegen, Festmachen und Sichern der Boote bereits ein großes Hallo von allen Seiten. Tja, und dann kam erst der Regen und danach die große Flut. . . . . .

Am eigentlichen Festabend am Freitag wurden die Ehrungen des vergangenen Jahres ausgesprochen, wobei unser Karl-Heinz-Noller wieder einen ersten Platz geholt hat. Dem WMBC HN wurde im Nachhinein noch der dritte Platz der Gesamtwertung der Kategorie C zugesprochen, da ein simpler Additionsfehler
zu einer gravierenden Fehlentscheidung der Jury geführt hatte. Im Anschluss wie bei netten Menschen üblich ein gemütliches lustiges Beisammensitzen, Geschichtenerzählen, Seemannsgarnen und Fachsimpeln von Bootsfahrern, Eignern und Gästen aus nahezu jedem Hafen entlang des Neckars.

Nach zwei vollen Tagen und Nächten unaufhörlichem SuperHyperMegaBindfadenPrasselDauerRegenGuß war die Stimmung so tief wie der Neckar-Pegel hoch war. In Folge gingen die meisten dann am Samstagabend nach Hause und ließen die Boote notgedrungen im sicheren Hassmersheimer Hafen. Der Fluss war gesperrt, die Strömung wahrhaftig atemberaubend, das Treibgut wie Geschosse, Begrenzungsbojen vollkommen unsichtbar unter Wasser, die Schleusen dicht und die Wehre offen wie Scheunentore. Es sei angemerkt, dass der Neckar solche nie gesehenen immensen Dimensionen annahm, wir hätten eigentlich keine Schleusen benötigt .... wir hätten ungestreift obendrüber fahren können. Am Sonntag früh war - witziger weise bei absolutem Kaiserwetter - dann der Hafen und die Zufahrtswege nochmals um ca. einen Meter überflutet. Es ging nicht nach links durchs Dorf und nicht nach rechts übers Nachbardorf, sondern Querfeldein durch die Pampa. Schlussendlich konnten die Boote nach einer ganzen Woche Hochwassersperrung am Samstag drauf grade noch rechtzeitig zum Neckarfest für die Parade wieder heimgeholt werden.

Das war doch mal eine Sternfahrt, wie man sie wahrlich nicht alle Jahre erlebt und ich bin aber glücklich dabei gewesen zu sein.

 

Constanze Hammann