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Abtuckern 2016

Bei durchaus brauchbarem Spätsommerwetter startete der WMBC zum traditionellen Abtuckern. Mit dabei waren natürlich unser Tourenleiter samt Crew auf der W`OOGE sowie COSIMA, BUTONIA, SINJA, EVITA, JENNY, TAMMY, AURYN, PEGASUS, CYGNUS mit Fam.Moll als Bordgäste, NECKARPERLE, SCHELLE-BELLE und LUMME. Bereits die Einfahrt in die Schleuse Heilbronn war bemerkenswert. Um eine solche Anzahl Boote in der Kammer unterzubringen, fuhren die ersten ziemlich weit vor und quetschten und schoben und nutzten buchstäblich jeden Millimeter der Kammer aus. Die Nachfolgenden rückten noch dicht auf, aber den letzten drei ging das alles nicht schnell genug und so fuhren sie in die zweite Kammer. So kam es zu der skurrilen Situation, daß eine Kammer VORNE richtig eng belegt und vollgequetscht war und hinten fast kein Boot lag und die zweite Kammer mit grade mal drei Booten abgelassen wurde. In Kochendorf hingegen gabs keine andere Möglichkeit als alle in eine Kammer zu bringen und das hat besser funktioniert als die Hin- und Her- und Rum- und Numverteilung in Heilbronn. Die Weiterfahrt nach Gundelsheim verlief außer einem netten Hinweis der WaPo an die schnellen Küblers ohne besondere Vorkommnisse oder Funde.

Als schließlich alle Boote im Oberwasser festgemacht hatten, wurden schnell die Pavillons aufgebaut und sich mit Kaffee und Kuchen gestärkt. Danach fuhren Fam.Schmerer und Moll aus termintechnischen Gründen auch schon wieder zurück. (Toll, daß Ihr trotzdem mitgefahren seid.). Die übrige Mannschaft startete fast vollständig in Richtung Gundelsheim, um im Weinpavillon dem leiblichen Wohl zu frönen. Fam.Zahn zog es vor, Wasser aus dem Boot zu pumpen, Bettwäsche zu lüften und Socken und sonstige Kleidungsstücke zu trocknen. Unsere beiden Bänker haben festgestellt, daß eine NULL mehr oder weniger einen immensen Wert haben kann, denn wenn in einen 100-Liter-Tank 100+0=1000 Liter gefüllt werden, dann müssen diese 0 Liter irgendwo hin, in diesem Fall unter anderem ins Schlafzimmer. Im Weinpavillon hingegen herrschte beste Stimmung. Jörg und Lutz von der „Erbengemeinschaft“waren bereits vor Ort, Patricia und Hubert samt dem superschnuckeligsüßen Familiennachwuchs Tina kamen ebenfalls hinzu und so konnte der WMBC im Kellergewölbe-Separee ausgiebig festeln. Auf dem Heimweg testete Rolf dann noch kurz die Festigkeit der„Startplatz“-Beschilderung mit dem Ergebnis: jaaa, die sind echt stabil. Zurück bei den Booten wurde flugs alles Vernichtenswürdige herbeigeschafft und in bester Laune entsprechend seiner Bestimmung genutzt. Nach dem Frühstück am folgenden Morgen startete der Troß vereinzelt sehr müde aber dennoch vollzählig zur Planwagenfahrt auf den Michaelsberg. Es gesellten sich noch Fam. Schmerer und Fam. Schaal sowie Eva Höger dazu. Nach kleineren Unstimmigkeiten bzgl.des Treffpunktes saß irgendwann schließlich jeder mitsamt einem Gläschen Wein im Wagen. Oben angekommen erfuhr man viel Interessantes und Wissenswertes rund um das Bio-Label und ökologische Landwirtschaft und konnte dieses Wissen dann auch gleich am Mittagessen bzw.im Hofladen beim Einkauf umsetzen. Fam.Illenseer hatte sich inzwischen auch kurzzeitig eingefunden. Unser Planwagen-Taxi brachte uns anschließend ins „Himmelreich“, von wo aus wir einen wahrlich himmlischen Blick auf Fluß, Schleuse und Flecken hatten. Dann gings für die einen zurück zu den Booten, für die anderen noch kurz durch den zeitgleich stattfindenden Herbstmarkt und nach Kaffee und Kuchen nahtlos über zum Grill, denn natürlich wollte der ein oder andere das eben erworbene Fleisch auch gleich auf Grilltauglichkeit, Geschmack und Gaumengenuß testen. Nach Einbruch der Dunkelheit und einschlägigen Erfahrungen der vorhergehenden Nacht konnte man nun an den Booten hin und wieder ein Lichtlein funkeln sehen, welches den Besitzern heimleuchten sollte (hat wohl auch ganz gut funktioniert ). Fam.Grüdl schneite noch vorbei und es wurde ein richtig geselliger Abend. Am Feiertag morgen war gemeinsames Frühstück angesagt. Hierzu wurden die Tische kurzerhand umpositioniert, sodaß eine brauchbare Abstellfläche entstand. Eine kaum sichtbare Abschüssigkeit sorgte dann allerdings für scheinbar unkontrollierte Zuckungen und hektische Greifbewegungen. Messer, Teller und sonstige Utensilien bewegten sich urplötzlich und ganz spontan, um sich – sofern nicht grade noch erhascht - am Tischrand in die Tiefe zu verabschieden. Wer noch nicht ganz wach war, hatte schon mal feine Kiesel in der Marmelade. Den Abbau nahmen diejenigen in die Hand, die nicht noch gschwind reparieren, trocknen, schrauben, absaugen, austesten, pumpen, überbrücken oder irgendwiesonstbootrichten mußten. Dann telefonierte unser Tourenleiter mit der Schleuse Kochendorf: entweder wir schleusen auf zwei Gruppen verteilt oder der Schleusenmeister sagt uns eine sportbootfreundliche Schleusung zu. Nachdem der Meister der Schieber und Kammern uns tatsächlich eine solche Schleusung zugesichert hat, legten wir ab und in der Schleusenkammer bis ganz vorne wieder an. Was dann kam, war über alle Maßen erstaunlich. Die Schleusung war butterzart – sogar so butterzart, daß unser Zeitpuffer von ca. einer Stunde nahezu aufgebraucht war. Vielen Dank explizit an den Schleusenmeister von Kochendorf : das war echt klasse. Die Weiterfahrt durch den Schleusenkanal und entlang der EnBW hätte durchaus unspektakulär sein können, aber damit es den WMBClern nicht langweilig wurde, hatte COSIMA kurzerhand beschlossen, einfach mal nicht mehr weiterzuwollen. Fam.Erdt nahm sich des Havaristen an und so erreichte Fam.Degen bei Erdts im Schlepptau und von einem Teil des WMBC eskortiert über die Handschleuse den Hafen. Die übrigen Boote gingen über die große Schleuse und fuhren entlang der Neckarpromenade unter großer Beachtung der Spaziergänger ein. Nachdem schlußendlich jeder wieder wohlbehalten an seinem Plätzchen im Hafen festgemacht hatte, ließ unser Vorstand das Jahr nochmals kurz Revue passieren, unser Tourenleiter lobte die über das ganze Jahr stets überdurchschnittliche Teilnahme der Steganlieger an Ausfahrten und Veranstaltungen und die Flagge wurde eingeholt. Im Clubhaus hatten bereits Fam.Hesser und Fam.Grüdl für Kaffee eingedeckt und den Abtuckerundflaggeneinholsekt kaltgestellt, sodaß in gemütlicher Runde die Bootssaison ausklingen konnte. Vielen Dank den zahlreichen Helfern, Auf-,Ab-und Umbauern, Mitnehmern, Transportbootfahrern, Schleppern, Schleusern, Tischeindeckern, Ratgebern, Kompressorleihern, Sekt-, Schnaps-, Wein-, Liqueur-, Strom-, Kaffee-, Kuchen- und Besteckspendern. Es macht Spaß, mit einer solch tollen Truppe solch tolle Feste zu feiern.

 

 

Constanze Hammann